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Adipositas

Magenverkleinerung ÔÇô Erfahrungsberichte aus der Community

Unter dem Oberbegriff Magenverkleinerung verstehen wir unterschiedliche Operationsmethoden, die den Magen operativ verkleinern oder sein Volumen nur tempor├Ąr ver├Ąndern. Die Eingriffe sind unterschiedlich aufwendig und k├Ânnen, wie jede OP, mit Komplikationen verbunden sein.

Bevor Sie sich f├╝r eine Magenverkleinerung entscheiden, sollten Sie sich auch mit Erfahrungsberichten anderer Betroffener auseinandersetzen.

Wir stellen Ihnen Mitglieder vor, die Ihre Erfahrungen mit jeweils einer Operationsmethode mit uns teilen.

Bin ich adip├Âs?

Fragen Sie sich, ob Sie unter Adipositas leiden? Testen Sie Ihren Body-Mass-Index (BMI) und erfahren Sie in wenigen Sekunden, ob Sie unter-, normal-, ideal- oder ├╝bergewichtig sind.

Magenbypass: Endlich f├╝hle ich mich fit, aber mein Kopf muss noch umdenken

Nach einem jahrzehntelangen Kampf gegen mein ├ťbergewicht habe ich vor zwei Jahren einen Magenbypass bekommen. Zuvor habe ich durch praktisch alle Di├Ąten, die es gibt, immer mal wieder ein paar Kilo ab- und wenige Wochen sp├Ąter wieder zugenommen.

Nach der Operation habe ich von meinen rund 130 Kilo fast 60 Kilo verloren und wiege heute noch 71 Kilo.

Ich habe schon als Teenager zu viel gewogen und mich neben meinen normalgewichtigen Freundinnen unwohl gef├╝hlt. Das zog sich durch bis in die Erwachsenenjahre, aber erst in meiner ersten Schwangerschaft ist mir das Problem richtig bewusst geworden.

Ich habe innerhalb von nur drei Monaten fast 30 Kilo zugenommen, die ich bis zur Bypass-OP nicht wieder losgeworden bin. 

Mein Essverhalten war nicht gesund: Ich habe immer gegessen, ob aus Freude, Frust, Stress oder zur Entspannung. Sogar ├ťbelkeit habe ich in Kauf genommen, um viel essen zu k├Ânnen.

Vor drei Jahren ist mir klargeworden, dass ich dieses Leben nicht weiter f├╝hren kann, wenn ich meine Kinder aufwachsen sehen m├Âchte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich eine Lungenembolie hinter mir, Arthrose in den Knien und ein leistungsschwaches Herz.┬á

Nach einigen Auseinandersetzungen hat die Krankenkasse meinen Antrag auf Kosten├╝bernahme der Magenbypass-OP genehmigt.

F├╝r mich war der Eingriff vom ersten Tag an eine Befreiung.

Klar, in den ersten Wochen musste ich mich an strenge Ern├Ąhrungsregeln halten und mich an ein neues Essverhalten gew├Âhnen, was anstrengend war. Trotzdem habe ich sofort gesp├╝rt, dass ich mich erleichtert f├╝hle.

Heute gehe ich regelm├Ą├čig zu Kontrolluntersuchungen, um meine N├Ąhrstoffwerte zu ├╝berpr├╝fen, da der K├Ârper mit dem Magenbypass auf Nahrungserg├Ąnzungsmittel angewiesen ist.

Ich f├╝hle mich richtig fit und kann sogar mit den Kindern herumtoben und turnen. Mein Kopf denkt aber immer noch, dass ich dick bin und sendet Alarmsignale bei schmalen St├╝hlen oder engen Durchg├Ąngen.

Mein Fazit: Ich w├╝rde den Magenbypass jederzeit wieder machen lassen. Allerdings sollte sich jeder gut ├╝berlegen, ob er oder sie den aufwendigen Eingriff in Kauf nimmt und bereit ist, die Umstellungen nach der OP mitzumachen.

In jedem Fall kann ich dazu raten, sich ausf├╝hrlich mit dem Arzt zu beraten und dadurch die Methode zur Gewichtsabnahme zu finden, die f├╝r den eigenen K├Ârper am besten ist.┬á

Bin ich adip├Âs?

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Magenbypass: Die OP hilft, aber ich habe trotzdem Probleme, mein Gewicht zu halten

Ich habe schon seit meiner Kindheit Probleme damit, mein Gewicht zu halten und habe es nur, wenn ich mich viel bewege, einigerma├čen im Griff. Als Kind und Jugendlicher habe ich viel Fu├čball gespielt, anschlie├čend war ich bei der Bundeswehr und habe dort viel Sport gemacht. Auch zu diesen Zeiten war ich nie besonders schlank, aber das Gewicht war zumindest in Ordnung. 

Nach meiner Zeit bei der Bundeswehr habe ich angefangen, in einem B├╝rojob zu arbeiten, und das habe ich direkt an meinem K├Âpergewicht bemerkt. Tags├╝ber habe ich mich kaum bewegt und auch abends ist es mir schwergefallen, mich zum Sport zu motivieren.

Nach einem sp├Ąten Feierabend habe ich fast nie gekocht, sondern lieber eine Pizza bestellt, manchmal sogar zwei. Mein Gewicht ist daraufhin relativ schnell auf 160 Kilo angestiegen.┬á

Trotz schmerzender Gelenke habe ich vor mir selbst lange Zeit geleugnet, ein Gewichtsproblem zu haben und mir eingeredet, dass ich ja nicht der einzige Dicke bin.

Au├čerdem konnte ich immer mal wieder Gewicht verlieren, sogar bis zu 40 Kilo, habe das aber nach den Di├Ąten auch direkt wieder zugenommen.┬á

Als ich nach einem Spaziergang fast zusammengebrochen bin und mich nassgeschwitzt und kurzatmig wiedergefunden haben, war ich alarmiert. Nach vielen Recherchen war mir klar, dass ich einen Magenbypass haben m├Âchte, weil man dadurch gezwungen wird, sein Essverhalten zu ├Ąndern.

Nat├╝rlich sollte niemand diese Entscheidung leichtfertig treffen, da der Magenbypass ein gro├čer Eingriff ist, der auch Risiken mit sich bringt.

Durch die OP habe ich schnell viel Gewicht verloren und war richtig motiviert, wieder Sport zu treiben. Ich habe mein Gewicht dadurch fast halbieren k├Ânnen auf 80 Kilo.

Leider habe ich es nicht geschafft, mein Verhalten beizubehalten und mich dabei erwischt, wie ich immer mehr Ausreden gefunden habe, wenn ich eigentlich ins Fitnessstudio gehen wollte.

Kein Wunder also, dass ich wieder 20 Kilo zugenommen habe, die ich jetzt aber dringend wieder abnehmen m├Âchte.

Mein Fazit: Der Magenbypass war f├╝r mich genau die richtige L├Âsung, weil er mich gezwungen hat, meine Ern├Ąhrung umzustellen. Trotzdem ist er kein Allheilmittel, sondern lediglich ein Ansto├č f├╝r ├änderungen im Verhalten:

Der Kopf muss sich am meisten umstellen und sich auf eine gesündere Lebensweise einstellen, was für mich sehr anstrengend ist. 

Magenballon: Ein Schritt auf dem Weg zum Idealgewicht

Ich hatte schon einen gro├čen Teil meines ├ťbergewichts verloren, als ich mich f├╝r einen Magenballon entschieden habe, weil die letzten 25 Kilo einfach nicht runter wollten.

Das Einsetzen des Ballons habe ich, im Gegensatz zu vielen andere, ziemlich gut vertragen. Mir war zwar etwas schlecht, aber Schmerzen habe ich durch Schmerzmittel bek├Ąmpft.

Auf S├╝├čigkeiten habe ich in den gesamten sieben Monaten, in denen ich den Ballon getragen habe, komplett verzichtet, was mir nat├╝rlich manchmal schwergefallen ist. Auch sonst habe ich darauf geachtet, mich m├Âglichst gesund zu ern├Ąhren und dadurch ├╝ber die gesamte Zeit zehn Kilo verloren.

Als der Ballon wieder entfernt wurde, habe ich weiter versucht, abzunehmen, weil ich immer noch 15 Kilo h├Ątte loswerden m├╝ssen.

Leider hat das trotz Abnehmprogrammen nicht geklappt und ich habe, als es im Job stressig wurde, sogar die durch den Magenballon verlorenen Kilo wieder zugenommen.

Mittlerweile hat mir mein Arzt gesagt, dass ich wahrscheinlich ein Lip├Âdem habe und dadurch an meinen Problemzonen kaum abnehmen kann.

Mein Fazit: Der Magenballon ist nur wirksam, wenn man seine Ern├Ąhrung wirklich umstellt und nicht nach der Entfernung wieder anf├Ąngt, wie vorher zu essen.

Ich w├╝rde ihn mir zwar wieder einsetzen lassen, aber beim n├Ąchsten Mal zielstrebiger sein und mich nicht wieder von Eisbechern und Co. verf├╝hren lassen.┬á

Magenband: Der Eingriff war unkompliziert, ich konnte schnell wieder nach Hause

Ich wei├č, dass die Magenband-OP f├╝r viele eine riesige Belastung und mit vielen Schmerzen verbunden ist. Bei mir war es gl├╝cklicherweise ziemlich unspektakul├Ąr, obwohl ich vorher sehr aufgeregt war.

Direkt nach der OP hatte ich weder Schmerzen noch ├ťbelkeit, aber das lag sicher an den Schmerzmitteln, die noch wirkten.

Am ersten Tag nach der Operation konnte ich sogar schon alleine zu Fu├č zur R├Ântgenabteilung gehen, was mich allerdings ziemlich m├╝de gemacht hat.

Ich habe die ersten beiden Tage also haupts├Ąchlich mit Schlafen verbracht und zwischendurch ein paar Schritte auf dem Flur gemacht.┬á

Nach zweieinhalb Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und hatte zu dem Zeitpunkt nur Schmerzen am neuen Port, ansonsten ging es mir gut.

Wegen der starken Schmerzen konnte ich meine Bauchmuskulatur kaum anspannen, weswegen ich fast zwei Wochen lang fast nur im Sitzen auf dem Sofa geschlafen habe.

Davon abgesehen konnte ich aber die meisten Sachen ziemlich schnell wieder normal erledigen, zum Beispiel bin ich schon am vierten Tag wieder Auto gefahren. 

Mein Fazit: F├╝r mich verlief die Magenband-OP ziemlich unkompliziert und war mit nur wenigen Schmerzen verbunden, die nach knapp zwei Wochen vorbei waren.

Das Gl├╝ck hat allerdings nicht jeder, sodass jeder f├╝r sich abw├Ągen sollte, ob eine Magenband-OP die richtige Wahl ist.

Bin ich adip├Âs?

Fragen Sie sich, ob Sie unter Adipositas leiden? Testen Sie Ihren Body-Mass-Index (BMI) und erfahren Sie in wenigen Sekunden, ob Sie unter-, normal-, ideal- oder ├╝bergewichtig sind.

Caro Klein, Adipositas Selbsthilfe

Caro Klein

Gr├╝nderin Adipositas Selbsthilfe

Zusammen mit Experten, ├ärzten und Ern├Ąhrungswissenschaftlern betreut Caro den online Auftritt der Adipositas Selbsthilfe. Anfragen: [email protected]